Linker Ärger

Wenn ich DIE LINKE wählen würde, würde ich mich über die sogenannten Volksparteien ärgern.

Die SPD auf der einen Seite liefert einen offensichtlichen Zwiespalt. Auf Landesebene ist man bereit, mit DIE LINKE zusammenzuarbeiten, während man dies im Bund kategorisch ausschließt. Das paßt ja nur sehr bedingt zusammen. Zwar gibt es auf Grund des Rechtsdralls der SPD gewisse Unterschiede in wichtigen Fragen, aber so groß sind die Unterschiede nicht, als dass von vornherein eine Zusammenarbeit unmöglich wäre. Hier bleibt eine Option für (oder gegen) unser Land ungenutzt, was in einem 5-Parteien-System eigentlich eine Verschwendung ist.

Die CDU hingegen wird ihrer Rolle als Volkspartei, die alle Menschen im Lande ansprechen wollen, auch nur sehr bedingt gerecht. Sicherlich, inhaltlich sind CDU und DIE LINKE weit auseinander, doch wenn ein CDU-Politiker über DIE LINKE redet, meint man, er würde über Terroristen, Staatsfeinde oder andere Verbrecher reden. Es wird getan, als wäre DIE LINKE der parteigewordene Teufel. Dabei bleibt die Frage, ob es als Volkspartei ratsam ist, jede achte abgegebene Stimme (grob geschätzt – in einigen Bundesländern sind es deutlich mehr) mit allen Mitteln auszugrenzen. Schließlich kommen die Stimmen für DIE LINKE auch aus dem Volk, dessen Partei die CDU sein will.

Aber gut, dass ich mich nicht ärgern muss, denn ich wähle DIE LINKE nicht.