Sensationeller Trainerwechsel in der Bundesliga

Aus sehr verläßlichen Quellen habe ich vernommen, dass uns zum Ende der Bundesligasaison ein echter Knaller ins Haus steht. Jürgen Klinsmann vom FC Bayern München und sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp werden leihweise für ein Jahr den Arbeitsplatz tauschen. Mit diesem sensationellen Schritt wollen die Verantwortlichen des FC Bayern ihren Trainer aus der medialen Schußlinie nehmen und ihm Arbeitspraxis geben, ohne den begonnenen Umbruch beim Rekordmeister zu gefährden. Klinsmann und Klopp werden die jeweiligen Strategien des anderen im großen und ganzen fortsetzen.

Die Leihmodalitäten sind noch nicht abschließend geklärt, sicher ist aber, dass Klopp vorübergehend etwa eine Million Euro pro Jahr mehr verdienen wird. Für die Borussia aus Dortmund ist der Deal insofern interessant, da Klinsmann aus München zwei bis drei Spieler mitbringen wird. Als sicher gelten Mittelfeldmann Andreas Ottl, dem zuletzt die benötigte Klasse abgesprochen wurde, und Stürmer Thomas Müller, in der Diskussion ist auch eine Ausleihe des Brasilianers Breno. Zudem hat sich Borussia Dortmund vertraglich zusichern lassen, dass das Tauschgeschäft schon zur Winterpause beendet werden kann, wenn Dortmund auf einem Abstiegsrang steht oder weniger als vier Punkte davon entfernt ist. Eine spannende Regelung wurde bei den Trainerassistenten gefunden: Klinsmann und Klopp übernehmen die Assistenten des jeweils anderen nur für die Hinrunde, zur Rückrunde werden auch die Assistenteams getauscht. Dies soll einen besseren Austausch zwischen den Trainerteams und eine größere Kontinuität bei beiden Vereinen schaffen. Über weitere finanzielle oder personelle Modalitäten dieses Geschäfts ist meiner Quelle nichts bekannt.

Freuen dürfen sich also nicht nur die Bayern-Fans auf den sympathischen Klopp, sondern auch alle anderen Fußball-Begeisterten. In einer großen Medienkampagne unter dem Motto "Tausche Jürgen gegen Jürgen" oder "Jürgen geht, Jürgen kommt" wird dieser Wechsel vermarktet. Auch wenn hier noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, so scheint eine exklusive Reihe in BILD sicher. Auch eine fünf- bis zehnteilige Dokusoap im Fernsehen ist geplant. Hierfür stehen der BVB und die Bayern noch in Verhandlungen mit diversen TV-Sendern. Durch diese Medienpräsenz könnte das fußballerische Sommerloch gut gestopft werden.

Offiziell bekanntgeben wollen beide Vereine dieses Geschäft erst nach Abschluß der Bundesligasaison, um Unruhe im Umfeld der Clubs zu vermeiden und die Konzentration auf die aktuellen Aufgaben zu bewahren.