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Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – Saisonergebnis

Die Tippsaison lief ganz ordentlich, auch der letzte Spieltag war in Ordnung. Zwischenzeitlich (so um die 70. Minute) war ich beim Tippspiel der SpieleUnion Dortmund sogar in Front, am Ende reichte es nur für Platz Zwei.

Ergebnis 34. Spieltag: 5 richtige Tendenzen, 1 richtiges Ergebnis => 8 Punkte
Saisonstand: 207 Punkte

Übrigens lief auch der letzte Spieltag der 2. Bundesliga ganz hervorragend: mein als Aufsteiger feststehender Lieblingsverein wurde „Meister“, während dieser furchtbare Verein aus Rostock in Liga 3 sein Glück suchen darf (und es hoffentlich nicht findet).

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 34. Spieltag

Borussia Dortmund – SV Darmstadt 98 4:0
1. FC Union Berlin – SC Freiburg 1:2
Bayer 04 Leverkusen – FC Augsburg 3:0
Eintracht Frankfurt – RB Leipzig 1:1
VfL Wolfsburg – 1. FSV Mainz 05 1:2
TSG Hoffenheim – Bayern München 0:3
Werder Bremen – VfL Bochum 2:1
VfB Stuttgart – Bor. Mönchengladbach 3:1
1. FC Heidenheim – 1. FC Köln 1:2

Ergebnis 32. Spieltag: 4 richtige Tendenzen, 1 richtiges Ergebnis => 7 Punkte
Saisonstand: 199 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 33. Spieltag

FC Augsburg – VfB Stuttgart 2:1
RB Leipzig – Werder Bremen 1:0
SC Freiburg – 1. FC Heidenheim 2:1
Bor. Mönchengladbach – Eintracht Frankfurt 1:1
1. FC Köln – 1. FC Union Berlin 1:0
1. FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 1:2
SV Darmstadt 98 – TSG Hoffenheim 0:2
Bayern München – VfL Wolfsburg 3:0
VfL Bochum – Bayer 04 Leverkusen 1:3

Ergebnis 32. Spieltag: 5 richtige Tendenzen => 5 Punkte
Saisonstand: 192 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 32. Spieltag

Im Zweifel muss ich wohl den Trainerjob beim FC Bayern übernehmen, quasi als 83 999 999. Wahl.

TSG Hoffenheim – RB Leipzig 1:2
Borussia Dortmund – FC Augsburg 2:0
VfL Wolfsburg – SV Darmstadt 98 2:1
Werder Bremen – Bor. Mönchengladbach 1:1
VfB Stuttgart – Bayern München 0:2
1. FC Köln – SC Freiburg 1:2
1. FC Union Berlin – VfL Bochum 1:1
Eintracht Frankfurt – Bayer 04 Leverkusen 0:1
1. FC Heidenheim – 1. FSV Mainz 05 2:2

Ergebnis 31. Spieltag: 4 richtige Tendenzen => 3 Punkte
Saisonstand: 187 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 31. Spieltag

VfL Bochum – 1899 Hoffenheim 1:2
FC Bayern München – Eintracht Frankfurt 3:1
RB Leipzig – Borussia Dortmund 2:0
SC Freiburg – VfL Wolfsburg 2:1
FC Augsburg – Werder Bremen 2:1
Bayer 04 Leverkusen – VfB Stuttgart 3:1
Bor. Mönchengladbach – 1. FC Union Berlin 1:1
FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 2:0
SV Darmstadt 98 – 1. FC Heidenheim 1846 1:2

Ergebnis 30. Spieltag: 3 richtige Tendenzen => 3 Punkte
Saisonstand: 183 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 30. Spieltag

Eintracht Frankfurt – FC Augsburg 1:1
VfL Wolfsburg – VfL Bochum 1:2
1. FC Köln – SV Darmstadt 98 2:1
TSG Hoffenheim – Bor. Mönchengladbach 1:1
1. FC Heidenheim – RB Leipzig 1:3
1. FC Union Berlin – Bayern München 0:2
Werder Bremen – VfB Stuttgart 1:3
Borussia Dortmund – Bayer 04 Leverkusen 0:2
SC Freiburg – 1. FSV Mainz 05 2:2

Ergebnis 29. Spieltag: 6 richtige Tendenzen, 1 richtiges Ergebnis => 9 Punkte
Saisonstand: 180 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 29. Spieltag

FC Augsburg – 1. FC Union Berlin 2:1
Bayern München – 1. FC Köln 3:1
RB Leipzig – VfL Wolfsburg 2:0
1. FSV Mainz 05 – TSG Hoffenheim 1:1
Bor. Mönchengladbach – Borussia Dortmund 1:2
VfL Bochum – 1. FC Heidenheim 1:3
VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt 2:1
SV Darmstadt 98 – SC Freiburg 0:2
Bayer 04 Leverkusen – Werder Bremen 2:0

Ergebnis 28. Spieltag: 4 richtige Tendenzen => 4 Punkte
Saisonstand: 171 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 28. Spieltag

Wenn man noch irgendwelche Hoffnungen hatte, die Meisterschaft eines Konzernvereins könne noch verhindert werden, dürfte diese nach dem letzten Wochenende begraben sein. Gar nicht mal so sehr die dreizehn Punkte Vorsprung auf Platz zwei, die Bayer Leverkusen angesammelt hat, sind ein Nachweis der Dominanz der Mannschaft. Vielmehr war die Selbstverständlichkeit, mit der Leverkusen einen ordentlichen Bundesligisten wie Hoffenheim sich zurecht legt und in den Schlussminuten filetiert, geradezu erschreckend. Fast schon mit Ansage wurde das Spiel gedreht. Die dafür notwendige Spielklasse und das Selbstbewusstsein sind schon beeindruckend. FrüherTM war es der berühmte Bayern-Dusel, der Spiele in letzter Sekunde zu Gunsten des Rekordmeisters kippen ließ. Heute scheint es die breite Brust und die große Klasse von Bayer Leverkusen zu sei, die solche Wendungen ermöglichen. Von daher kann man, auch wenn rechnerisch noch andere Ereignisse möglich sind, den Leverkusenern zur Meisterschaft gratulieren. Endlich zahlt sich das Investment des Bayer-Konzerns auch mal in Sachen Meisterschale aus.

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 2:1
1. FC Union Berlin – Bayer 04 Leverkusen 1:3
SC Freiburg – RB Leipzig 1:2
1. FSV Mainz 05 – SV Darmstadt 98 1:1
1. FC Köln – VfL Bochum 2:2
1. FC Heidenheim – Bayern München 1:2
Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 2:3
TSG Hoffenheim – FC Augsburg 2:2
VfL Wolfsburg – Bor. Mönchengladbach 2:2

Ergebnis 27. Spieltag: 2 richtige Tendenzen => 2 Punkte
Saisonstand: 167 Punkte

Der Hellseher: Bundesliga 2023/24 – 27. Spieltag

RB Leipzig – 1. FSV Mainz 05 3:1
Bayer 04 Leverkusen – TSG Hoffenheim 2:0
Eintracht Frankfurt – 1. FC Union Berlin 2:1
Bor. Mönchengladbach – SC Freiburg 1:1
Werder Bremen – VfL Wolfsburg 2:1
Bayern München – Borussia Dortmund 4:1
FC Augsburg – 1. FC Köln 2:1
VfB Stuttgart – 1. FC Heidenheim 3:0
VfL Bochum – SV Darmstadt 98 1:1

Ergebnis 26. Spieltag: 5 richtige Tendenzen => 5 Punkte
Saisonstand: 165 Punkte

Rund um den DFB

Mensch, beim DFB war auf höchster Ebene, also bei der Nationalmannschaft der Herren, echt was los. Dann muss man sich ja schon ein wenig sortieren und fangen mit dem leichtesten Punkt an.

Fußball

Sportlich waren die letzten Tage hervorragend. Zwei Siege gegen gute Gegner sind nicht nur fürs Selbstbewusstsein der Mannschaft gut, sie heben auch die unterschwellig immer zum negativen tendierende Stimmung außerhalb des Teams enorm. Beide Siege waren absolut verdient, das Spiel der Mannschaft machte Spaß, auch wenn hier und da noch Fehler zu sehen war. Ganz offenkundig hat die Rückkehr von Toni Kroos Wirkung gezeigt. Fußballerisch waren die beiden Spiele also ein Erfolg auf ganzer Linie.

Trikot

Man glaubt ja gar nicht, wie sehr man mit einem Stückchen Stoff polarisieren kann. Während das Heimtrikot für die kommenden Monate im klassischen Design daherkommt, hat man als Auswärtstrikot ein pink-lila Hemdchen gewählt. Und das ganze Abendland läuft Sturm, das sei wahlweise „unmännlich“, „undeutsch“ oder einfach nur „zu woke“.

So richtig verstanden habe ich das Problem dabei nicht. Zuerst einmal ist dieses bunte Leibchen das Auswärtstrikot. Nach bisher abzusehendem Verlauf der EM wird es gar nicht zum Einsatz kommen müssen. Dass es nun im Spiel gegen die Niederlage getragen wurde, dürfte dem Hype geschuldet sein. So haben über 10 Millionen Menschen an den TV-Geräten das Trikot gesehen, wer weiß, wie viele davon nun den Geldbeutel öffnen.

Und dann bleibt die simple Feststellung: es ist nur ein Trikot. Diese Bekleidungsfunktion erfüllt das Stück Stoff offenbar, es scheint auch nicht beim Kicken zu hindern. Alles andere ist dazu doch völlig egal, außer den paar Fußballern wird niemand gezwungen, das Trikot zu tragen oder zu kaufen.

Erhobener Zeigefinger

Einen unnötigen Nebenschauplatz machte der Ex-Journalist Julian Reichelt auf, in dem er Antonio Rüdiger unterstellte, mit dem radikalen Islamismus zu sympathisieren. Auslöser war ein Posting des Verteidigers in den vermeintlich sozialen Medien, in dem der Spieler in irgendeiner religiösen Kluft den Zeigefinger hob und seinen Mitgläubigen irgendwelche Worte aus irgendeinem religiösen Anlass mitgab. Diesen erhobenen Zeigefinger meinte Reichelt als „IS-Finger“ identifiziert zu haben, was aber wohl eher nicht der Wahrheit entspricht. Scheinbar handelt es sich um eine religiöse Geste ohne bösen Hintergrund (wenn man die Religion selbst mal weglässt).

Reichelt ist inzwischen komplett abgedriftet und bewegt sich ganz weit rechts außen, da dürften dunkelhäutige Muslime als deutsche Nationalspieler kaum ins WeltBILD passen. Was genau er aber mit diesem Vorwurf bezwecken will, werden wir wohl eher nicht erfahren.

Standortpatriotismus

Eigentlich endet diese kleine Kolumne auch ganz einfach, auch wenn das viele Menschen bis in die höchsten Ämter nicht verstehen. Der DFB hat sich entschieden, zukünftig von der Firma Nike ausgerüstet zu werden. Die Firma Adidas hat das bisher gemacht, bekam aber diesmal nicht den Zuschlag. In den Medien liest man, dass Nike mit ca. 100 Millionen Euro pro Jahr ein mehr als doppelt so hohes Angebot abgegeben hat als der Konkurrent.

Wenn selbst der deutsche Wirtschaftsminister das kommentiert, indem er sich „Standortpatriotismus“ gewünscht hätte, schließlich sei Adidas eine deutsche Firma, während Nike eine US-amerikanische Firma ist, muss man kurz mal innehalten.

Mal davon ab, dass die Klamotten beider Marken wahrscheinlich im selben Komplex von Minderjährigen in Südostasien zusammengenäht werden, entbehrt sich die Forderung des Grünen (!) nach „Patriotismus“ jeglichem Verständnis von Verbands- und Vereinsrecht.

Der DFB hat ein erhebliches Finanzproblem entwickelt, die Gründe dafür sind vielfältig. Der Vorstand des Verbandes ist auch diesen Finanzen verpflichtet und muss das wirtschaftliche Überleben des DFB gewährleisten. In diesem Zusammenhang Mindereinnahmen von 50 Millionen Euro pro Jahr hinzunehmen, könnte Bernd Neuendorf und Co. als grobe Verletzung ihrer Pflichten gegenüber dem DFB ausgelegt werden, insbesondere im Falle einer Insolvenz. Dies könnte die Verantwortung der Führung über eine politisch-moralische hinaus zu einer veritablen juristischen machen. Daher war der DFB im Angesicht der deutlichen Angebotsunterschiede im Grunde gezwungen, das Angebot von Nike anzunehmen. Dieser Zusammenhang ist überhaupt nicht schwer zu verstehen.

Diese Verantwortung für das Handeln im Sinne der Organisation gibt es übrigens auch bei Kapitalgesellschaften, also durchaus dem Fachgebiet des Bundeswirtschaftsministers. Aber vielleicht ist das bei Politikern mit der Verantwortung für das eigene Handeln ein eher fremdes Thema. Robert Habeck kann dazu ja mal mit Andreas Scheuer sprechen. Der hat uns bekanntlich konsequenzlos eine Viertelmilliarde verbrannt. Das kann das DFB-Präsidium sich schlicht nicht erlauben, ohne Gefahr zu laufen, persönlich belangt zu werden.

Wie eingangs geschrieben: spannende Zeiten beim DFB.