Morgenlatte?!

In den letzten Wochen war ich mehrfach im Kino und möchte euch die geschauten Filme vorstellen. Den Anfang macht..

Morning Glory

Englisches Plakat

Englisches Plakat

Frühstücksfernsehen. Darum geht es in dieser leichten Komödie mit Harrison Ford als besondere Attraktion. Eine junge Producerin names Becky Fuller (Rachel McAdams) bekommt die Chance, die heruntergekommene Frühstücksfernsehenshow „Daybreak“ auf Vordermann zu bringen. Helfen soll ihr dabei die seriöse Reporterlegende Mike Pomeroy (Harrison Ford), der aber nur auf Grund vertraglicher Verpflichtungen sich zu dieser Sendung herabläßt und dies sowohl Becky als auch seine Co-Moderatorin Colleen Peck (Diane Keaton) spüren läßt. Parallel dazu verliebt sich Becky natürlich noch in einen Kollegen..

Morning Glory“ ist eine locker-leichte Komödie, die ohne große Tiefen den Zuschauer ordentlich unterhält. Vieles bleibt oberflächlich, die Liebesgeschichte von Becky läuft ohne Sinn und Verstand, besonders aber ohne die zu erwartende Dramatik nebenher, die eigentliche Geschichte ist relativ vorhersehbar. Natürlich überspitzt „Morning Glory“ viele Mechanismen der Medienbranche und kritisiert auch derart, doch ist dies alles bemüht und relativ harmlos. Zur Ehrenrettung muss man allerdings in dieser Hinsicht einschränken, dass man von einem Hollywood-Blockbuster (der Morning Glory ja werden sollte) nicht erwarten darf, seine eigene Schwesterbranche allzu hart zu attackieren.

Trotz vieler Kritikpunkte fühlte ich mich gut unterhalten, da ich mit der richtigen Erwartungshaltung in den Film gegangen bin. Wer eine handwerklich gut gemachte US-Komödie ohne allzu großen Tiefgang sucht, wird mit „Morning Glory“ durchaus zufrieden sein.

Übrigens weiß ich nicht, wieso der Film „Morgenlatte“ (im Englischen umgangssprachlich Morning Glory) heißt. Ganz im Gegensatz zu diesem englischen Wortspiel ist der Film auch hinsichtlich der moralischen Aspekte weitesgehend jugendfrei.