Kindereien bei der Schach-WM

Wir Schachspieler sind eigentlich ein sehr friedliebendes Völkchen. Skandale sind eher selten, Unfairness, Doping und andere boshafte Dinge kommen relativ selten vor.

Umso absurder ist das, was da bei der ultimativen Weltmeisterschaft zwischen den Schachfreunden Kramnik und Topalov gerade passiert. Da liegt Topalov nach vier Spielen mit 1:3 hinten und beschwert sich über die häufigen Toilettengänge seines Gegners. Da jeder Spieler eine eigene Toilette hat und diese nicht wie die Aufenthaltsräume videoüberwacht sind, vermutet er da schlimmes. Der Beschwerde wird stattgegeben, es soll also nur noch eine gemeinsame Toilette geben.

Das ist aber für Kramnik unmöglich, schließlich sei vertraglich die Ausgangssituation festgelegt. Und er tritt folgerichtig zur gestrigen fünften Partie nicht an. Auch die heutige Partie wird einfach mal verschoben, um die gesamte Situation zu retten.

Dazu fällt mir nur ein Wort ein: Kinderkacke.