Wahlkampf mit Kollateralschaden

Man mag geteilter Meinung sein, ob es einen wesentlichen Unterschied macht, welcher der beiden Kandidaten zum Jahresende amerikanischer Präsident ist. Auch dass mit harten Bandagen gegeneinander gekämpft wird, verwundert nicht. Schließlich investieren auf beiden Seiten Menschen viel Zeit und Geld für den Erfolg, da schießt auch mal einer über das Ziel hinaus bei der Wahl seiner Methoden.

Wenig überraschend ist es, dass auch das Internet zum Ort des Wahlkampfs geworden ist. John McCain ermuntert seine Anhänger nicht nur, in diversen Blogs regelmäßig positive Kommentare über ihn zu hinterlassen, nein, dies wird auch in Form eines Belohnungssystem aktiv gefördert. Parallel dazu werden offenbar McCain-kritische Postings bei Social-Bookmarking-Seiten "beerdigt", d.h. gezielt negativ bewertet.

Schade, dass diese Wahlkampfmethoden nicht nur dem Konkurrenten schaden bzw. das eigene Image pflegen, sondern gleichzeitig als Kollateralschaden das Medium Internet diskreditieren und unglaubwürdig machen. Aber vielleicht ist das ja so gewollt..