Wahlbeteiligung als Zeichen

Am 17. September darf in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Landesparlament gewählt werden. Auf Grund schlechter Erfahrung in den nicht mehr so neuen Bundesländern befürchten die Politiker einen weiteren Negativrekord in Sachen Wahlbeteiligung.

Wundert diese Tendenz jemanden? Man mag es auf einen weiteren unpolitischen Wahlkampf zurückführen oder auch auf allgemeine Poltikverdrossenheit im Angesicht wiederholter Enttäuschen durch "unsere" Politiker. Fakt aber ist, dass eine niedrige Wahlbeteiligung sehr wahrscheinlich ist. Vielleicht mag es auch daran liegen, dass die beiden großen "Volksparteien" nicht bereit sind, den "Wahl-O-Mat" zu unterstützen, um ihre Positionen für Unentschlossene vergleichbar zu machen. Na gut, das könnte an fehlenden Positionen liegen..

Vielleicht ist ja vielen Politikern die Tragweite dieser Entwicklung nicht klar. Je weniger Leute am demokratischen Prozeß teilnehmen, umso mehr schwindet auch die Daseinberechtigung demokratischer Institutionen. Noch artikulieren die von der Demokratie Enttäuschten sich durch Wählen von Randparteien bzw. größtenteils durch Fernbleiben. Wenn man aber nicht diese Signale wahrnimmt und entgegensteuert, werden diese Menschen sich irgendwann anders Ausdruck verleihen.