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Bundestagswahl 2017: Endlich Wahl-O-Mat?

Heute wurde der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2017 veröffentlicht. Nach dem Beantworten von ganz vielen Thesen zeichnet sich kein klares Bild ab.

ÖDP und Humanisten sind die einzigen Parteien, die mehr als 70% Übereinstimmung zu meinen Antworten haben, dahinter tummeln sich aber sehr viele Parteien mit etwa 2/3-Übereinstimmung.

Und dann kommt der Hinkefuss des Wahl-O-Mats: in den Kurzvorstellungen schreiben die Humanisten („Cannabis legalisieren“) und ÖDP („Gegen Schwangerschaftsabbrüche“) jeweils Positionen, die ich sehr deutlich anders sehe. Diese Abweichung wiegt für mich so schwer, dass die restliche Übereinstimmung wieder relativiert wird.

Fazit: ich bin nicht schlauer geworden. Die Wahlunterlagen liegen auf meinem Schreibtisch, aber der Wahl-O-Mat hilft mir nicht bei der Entscheidungsfindung. Ich werde wohl selbst nachdenken müssen.

Bundestagswahl 2017: Die Wahl der Qual

Im nächsten Monat steht sie wieder an, die alle vier Jahre stattfinde Wahl der Qual.

Spiegel Online hat gemeinsam mit abgeordnetenwatch.de ein interessantes Tool entwickelt, mit dem man seine Übereinstimmung mit den Direktkandidaten seines Kreises prüfen kann. Mein Ergebnis ist – nicht ganz unerwartet – ernüchternd. Bei keinem Kandidaten gibt es eine deutliche Übereinstimmung von Positionen.

Die Übereinstimmung von Positionen ist eher gering. Die FDP-Kandidatin hat wohl zu recht kein Bild abgegeben. Bisher wird im Wahlkreis auch nur mit dem Spitzenkandidaten und seinen viel zu klein gedruckten Sprüchen geworben.

Natürlich kann ein solches Tool nicht die durchdachte Wahlentscheidung abnehmen, aber einige interessante Einsichten in die Positionen und (Selbst-)Verständlichkeiten der Kandidaten gibt es schon. Dennoch: meine Wahl hat es nicht erleichtert. Ich weiß immer noch nicht, wen ich bei der Bundestagswahl wählen soll. Aber das ist wohl mein Schicksal als überzeugter Wechselwähler.

Wen soll ich wählen, wenn ich denn dürfte?

Leider oder zum Glück darf ich in Baden-Württemberg nicht wählen. Wenn ich es dürfte, habe ich interessante Übereinstimmungen mit einigen Parteien:

bw2016_1Unbenannt

Das ist zumindest das, was auf Grund einer Übereinstimmungsbetrachtung mit dem Wahl-O-Mat rauskommt. Ich muss zugeben, dass ich zumindest die beiden Top-Parteien für halbwegs wählbar halte. Beim Rest tue ich mich eher schwer, ob die Rangfolge so passend ist.

Wen in Hamburg 2015 wählen sollte..

Da ich nicht aus Hamburg komme, ist das Ergebnis des Wahl-O-Mats nicht allzu aussagekräftig. Gerade bei den „Hamburger“ Themen habe ich keine Meinung, so dass ich zum Glück dieses Ergebnis nicht ernst nehmen kann. Allgemein sind meine Zustimmungswerte zu den Parteipositionen eher gering, die hier gezeigten Vereinigungen haben schon die höchsten Zustimmungswerte.

hhwahl2015

Europawahl 2014

Ich habe vor der Europawahl mal wieder meine Antworten in den Wahl-O-Mat geworfen und mit Spannung auf meine Übereinstimmung mit den angebotenen „Alternativen“ gewartet. Leider oder zum Glück zeigt sich kein so ganz klarer Favorit heraus, auch wenn gewisse Tendenzen doch erkennbar sind.

Teil 1

Teil 1

Teil 2

Teil 2

Teil 3

Teil 3

Wahrscheinlich werde ich trotz der größten Übereinstimmung nicht die Bayernpartei wählen.

Ich wäre allerdings schon sehr glücklich, wenn die Wahlbeteiligung sich in denselben Regionen bewegen würde wie meine Übereinstimmungen mit den Aussagen der einzelnen Parteien, sei es auch die Christliche Mitte.

Immer wieder Hartz

Ob dies ein Vorblick auf die Zeit nach dem Wahlsonntag ist?

Jedes siebte Kind braucht Hartz VI - weil Hartz IV nicht mehr ausreicht.

Jedes siebte Kind braucht Hartz VI – weil Hartz IV nicht mehr ausreicht.

Mein Favorit bei der Bundestagswahl?!

Ich habe den Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt und das Ergebnis ist erschreckend, aber vorhersehbar.

btw2013

Dies sind übrigens die acht Parteien, mit denen ich die höchste Übereinstimmung habe. Alle anderen haben weniger Prozentpunkte vorzuweisen.

Ich bin wahrlich kein Nichtwähler, aber irgendwie ist mir die Partei der Nichtwähler tatsächlich sympathisch.

Meine Bayernwahl

Vielleicht ist es ganz gut, dass ich bei der Bayernwahl nicht mitwählen darf.

Dennoch habe ich im Wahl-O-Mat mich durch die 38 Thesen gekämpft und folgende Übereinstimmungsgrade erzielt.

Die etwas größeren Parteien.

Die etwas größeren Parteien.

Die etwas kleineren Parteien.

Die etwas kleineren Parteien.

Ob die genannten Übereinstimmungsgrade meine wirkliche Meinung repräsentieren, sei mal dahingestellt. Der geneigte Leser mag sich durch Stöbern auf diesen Seiten einen eigenen Eindruck dazu machen.

 

Herr Hollande und Frau Merkel

In zwei Schlagzeilen dokumentiert Spiegel Online das ganze Dilemma des französichen Präsidenten und des SPD-Herausforderers auf das Kanzleramt.

hollande_spd

Schreckensbild als Wahlhilfe

Nach dem teilweise etwas überraschenden Ergebnis der Niedersachsenwahl sollte man sich fragen, ob die bekannten Umfrageinstitute von der FDP unterwandert sind.

Hatten vor der Wahl alle Umfragen die FDP außerhalb des Landtages gesehen, war das Ergebnis geradezu sensationell. Ein wenig werden sich die Liberalen auch bei den Umfragenden bedanken dürfen, denn das Szenario, das durch die Institute, die Medien und nicht zuletzt durch das Gebahren der handelnden Politiker aufgebaut wurde, war geradezu apokalyptisch aus FDP-Sicht. Um nicht weniger als die Existenz des liberalen Gedankenguts schien es zu gehen, wollte man der öffentlichen Darstellung Glauben schenken. Und dennoch hatte der Wahnsinn System: bevor die Liberalen sich aus Deutschlands Parteienlandschaft verabschieden und somit die CDU allein und verloren im bürgerlichen Lager stehen lassen, wird so mancher Wähler wider seiner Überzeugung (wieder) das Kreuz bei den Gelben gemacht haben. Das ist durchaus nachvollziehbar, schließlich werden nicht nur CDU-Wähler ihre Zweitstimme „verliehen“ haben, auch viele enttäuschte FDP-Wähler werden aus einer vernünftigen Überlegung sich zur Stützung der FDP entschieden haben, auch wenn sie inhaltlich mit dem momentan angebotenen nicht einverstanden sein können. Denn egal, wie schlecht sich der Laden momentan verkauft, eine Parteienlandschaft ohne die FDP wäre auch nicht wirklich schön.

Ich glaube, dass die FDP ohne dieses Schreckensbild kaum soviele Wähler mobilisiert hätte. Im Gegenteil: hätten Forsa und Co. im Vorfeld der Wahl 7,5% vorhergesagt, hätte die FDP wahrscheinlich ernsthaft mit der Fünf-Prozent-Marke zu kämpfen gehabt, denn personell und inhaltlich sind die Liberalen momentan weit weg von Gut oder Böse. Deshalb sollte im liberalen Lager nicht die Häme über die fehlerhaften Umfragewerte vorherrschen, sondern die Dankbarkeit, dass die Wahlforscher ein so schreckliches Szenario gemalt haben, das viele Wähler sich zur Wahl der FDP entschieden haben.

Und wenn ich ein Freund von Verschwörungstheorien wäre, würde ich hinter diesem Umstand System vermuten.