Parallelen in Hamburg

Beim Hamburger Sportverein muss man sich gerade ans letzte Jahr erinnert fühlen. Damals verletzte sich der wechselwillige Khalid Boulahrouz rein zufällig vor einem Champions-League-Qualifikationsspiel. Hätte er dieses Spiel für den HSV absolviert, wäre er für seinen neuen Arbeitgeber nicht mehr in der europäischen Königsklasse einsetzbar gewesen. Das hätte seine Attraktivität auf dem Transfermarkt deutlich gemindert.

Nun ist Herr van der Vaart wechselwillig. Klar: statt mit dem HSV bestenfalls im UEFA-Cup zu spielen und in der Liga im Mittelfeld herumzudümpeln, möchte der Niederländer gerne mit dem FC Valencia in der Champions League spielen und um die spanische Meisterschaft mitkicken.

Dummerweise steht am Donnerstag ein UEFA-Cup-Qualifikationsspiel für den HSV an. Und wie sein Landmann Boulahrouz vor einem Jahr steht Rafael van der Vaart vor dem Dilemma, dass ein Einsatz für die Hamburger seinen Wechselabsichten irgendwie abträglich wäre. Die Gründe stehen oben.

Doch Glück im Unglück: beim Heben seines einjährigen Sohns hat sich der Mittelfeldstratege leider (!) den Rücken verknackst und kann vermutlich am Donnerstag nicht spielen.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt..

Achja, Herrn Boulahrouz brachte der Wechsel zum FC Chelsea London nicht wirklich Glück, er kam nie über eine Rolle als Ergänzungsspieler hinaus und spielt jetzt leihweise in Spanien. Immerhin ist das eine gewisse Form der Gerechtigkeit..