Eine Einnahmequelle mehr

Nun sollen also auch vorgehaltene PCs (und bestimmte Mobilfunkgeräte) GEZ-Gebühren erhoben werden und zwar 5,52 ?, wenn es nach dem Willen der Intendanten von ARD und ZDF geht. Begründen könnte man diese Forderung, dass ja nun viele öffentlich-rechtlichen Sender ihre Programm via Stream ins Internet überträgt (Beispiel: WDR2). Die Gebühren für Fernseher kann man wohl nicht einfordern, da Bildmaterial nur ausschnittsweise ins Internet gestellt werden. Soweit, so gut.

Von dieser Regelung werden aller Empörung zum Trotz weniger Privathaushalte betroffen sein, da die meisten ein Radio zum Empfang vorhalten. Klar, einige wenige haben sich komplett gegen Fernsehen und Radio entschieden, aber das sind wohl eher Exoten. Die breite Masse an Privatleuten wird´s nicht treffen.

Schlimmer sind Firmen und Selbständige dran, da Radio und Fernsehen ja nun nicht unbedingt zur üblichen Büroausstattung gehören. Auch hier gilt: wer schon ein Radio angemeldet hat, ist aus dem Schneider. Trotzdem wird hier die Masse an neuen Gebührenzahlern zu finden sein. Und besonders die kleinen Krauter und die üblichen Jammerlappen wie Ärzte wird es besonders hart treffen. So finden die öffentlich-rechtlichen Sender eine neue Geldquelle und die Datenmafia GEZ eine weitere Daseinsberechtigung.

Ich persönlich glaube, dass die Problematik eine andere ist. Wenn ich mit meinem PC, sei es im Büro oder privat Radio höre, bin ich durchaus bereit, bei Nutzung der öffentlich-rechtlichen Angebote eine Gebühr zu zahlen. Nur möchte ich mich auch gegen die Abgabe entscheiden können, wenn ich diese Angebote eben nicht wahrnehmen möchte. Da aber die Rundfunkgebühr eine Vorhaltegebühr ist, gibt es diese freie Entscheidung nicht.

Eben diese Organisation der Abgabe ist in meinen Augen das Problem. Zeitgemäß ist diese Gebührenart nicht, demokratisch ebensowenig und letztlich paßt sie wenig in die Aussagen der Politiker über steigende Eigenverantwortung in allen Bereichen des Lebens.