Der wechselhafte Holländer

Khalid Boulahrouz ist Fußballprofi. Bis gestern stand er im Dienste des Hamburger Sportvereins, nun heißt sein neuer Arbeitgeber FC Chelsea London. Eigentlich keine außergewöhnliche Meldung, die Ablösesumme bewegt sich mit 13 Millionen Euro auch eher im unteren von Chelsea gewohnten Niveau. Was soll man schon groß dazu schreiben?

Vielleicht sollte man erwähnen, dass der HSV momentan in der Qualifikation zur Champions League gegen Osasuna spielt. Beim torlosen Unentschieden in Hamburg konnte Herr Boulahrouz leider nicht mitwirken, da er sich kurz vor Spielbeginn eine Bänderdehnung zuzog. An sich auch nichts besonders, sowas passiert Fußballprofis ja ständig.

Bleibt aber die Tatsache, dass der Holländer Boulahrouz bei einem Einsatz für den HSV gegen Osasuna nach den UEFA-Regularien nicht mehr für Chelsea in der europäischen Spitzenklasse spielen dürfte. Ein Einsatz in diesem Spiel hätte also den Wechsel eventuell gefährdet, da ein mögliches Einsatzgebiet des Spielers für die Engländer weggefallen wäre. Natürlich werden gleich Stimmen laut, Boulahrouz habe das absichtlich vorgetäuscht, was man auch unterschiedlich bewerten kann.

Ich werfe mal einfach ein, dass auch der HSV Nutznießer des umstrittenen Nichteinsatzes in Form der hohen Ablösesumme ist.

Fußball ist auch irgendwie krank.