Indiana Jones enttäuscht

Gestern habe ich im Kino "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" gesehen. Der Filmtitel klingt ja schon, als sei er im Zufallsgenerator entstanden, was nichts Gutes verheißt.

Leider wurde ich, wenn auch auf ordentlichem Niveau, enttäuscht. Der Hype um die Rückkehr des Hutträgers ist ja ganz schön riesig, allerdings habe ich mich gestern mehrfach gefragt, ob sich jemand mal die Geschichte zur Brust genommen hat. Die Mär vom magnetischen Kristallschädel eines Aliens (der übrigens wie aus Plastik aussieht) wirkt aufgesetzt und unausgegoren. Da hatte ich mir deutlich mehr versprochen.

Natürlich hat der Abenteuerfilm auch seine guten Momente. Die Actionsequenzen sind weitesgehend gelungen, die Dschungel- und Ruinenatmosphäre kommt gut rüber. Etwas überrascht war ich von der gelungen Darstellung Harrison Fords. Auch wenn das Alter die Figur bestenfalls optisch verändert hat, kommt das ganze immer mit einem Augenzwinkern ganz gut an. Dass Indy ebenso wie die böse Russin (gespielt von Cate Blanchett) im ganzen Film nicht allzuviel an Tiefe gewinnt, ist dem Genre geschuldet.

Insgesamt ist "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" ein netter Popcorn-Film, der den hohen Erwartungen leider nicht gerecht wird. Vielleicht hätte Indiana Jones die Peitsche im Schrank lassen sollen, denn mit den ersten drei Filmen kann dieser Teil leider nicht konkurrieren.