Gemischtwarenladen Google

Google entwickelt sich immer mehr zum IT-Gemischtwarenladen.

Nachdem man bei Google nicht nur nach Internetseiten suchen kann, sondern auch viele Dinge wie eMail, Textverarbeitung, Windows-Gadgets oder Kalender nutzen kann, will Google nun nach der Königskrone greifen und ein
Betriebssystem entwickeln. Was man im Handymarkt mit Android ja schon
erfolgreich geschafft hat, soll nun mit ChromeOS im Segment der
Netbooks auch gelingen.

Ich bin gespannt: auf der einen Seite glaube ich durchaus, dass Google in der Lage ist, in einem hart umkämpften Markt Fuß zu fassen und dem Branchenriesen Microsoft einen Teil des Kuchens vom Teller zu nehmen. Anders als Linux wird Google konsequent auf Massentauglichkeit setzen und so im angepeilten Markt seine Anteile sichern. Andererseits dürfte die Vielfältigkeit auch Googles größtes Problem werden. Wer sich auf so vielen Feldern bewegt, während ein Mitbewerber wie Microsoft versucht, auf Googles originären Betätigungsfeld Anteile zu gewinnen, könnte irgendwann der Punkt gekommen sein, an dem selbst Google seine eigene Stärke vor lauter Schlachtfeldern aus den Augen verliert.

Der Gemischtwarenhandel hinterläßt gemischte Gefühle.

Comments (1)

  1. 13:07, 9. Juli 2009Mario H.  / Antworten

    Wenn ich’s richtig verstanden habe, möchte Google ein OS bauen, dessen Applikationen im Netz liegen, sich also auf das Google Office & Co. stützen. Dass das der ideale Weg ist, bezweifle ich allerdings. Ohne Netz kann man nicht arbeiten und wenn man in einer ganz langsamen UMTS-Zelle sitzt, kriecht alles nur. Und im Urlaub bezahlt man für das Bearbeiten eines Office-Dokuments zahllose Euronen…
    Man darf gespannt sein ;-)

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