Afghanische Terroristen vs. deutsches Hartz IV

Es ist ja schon irgendwie absurd.

Auf der einen Seite wird deutschen Empfängern von "Hartz IV" vorgeworfen, faul und an der Arbeit uninteressiert zu sein. Grundsätzlich herrscht von Seiten der Politik, aber auch von einem großen Teil der Bevölkerung ein (un)gesundes Mißtrauen gegen alles und jeden, der von Staates Geld lebt. Daher gibt es immer wieder Ideen, die finanziellen Zuwendungen zu kürzen und/oder an mehr Bedingungen zu knüpfen. Schließlich ist ja jeder Hartz-IV-Empfänger ein Schmarotzer und ein potentieller Sozialbetrüger..

Auf der anderen Seite aber will man ausstiegswilligen Taliban in Afghanistan Geld geben, damit diese aufhören, die internationalen Besatzungskräfte Friedenstruppen zu bekämpfen. Schließlich sind die armen Menschen ja nur deshalb zu Terroristen geworden, weil die Taliban ihre wirtschaftliche Not ausgenutzt haben. Es werden die deutschen Soldaten nur beschossen, um die eigenen Kinder zu ernähren. Ist doch ganz klar, oder?

Einfachte Schlußfolgerung: deutsche Hartz-IV-Empfänger sollten schon mal den Gürtel enger schnallen, damit die armen Taliban von deutschen Steuergeldern neue Waffen kaufen aus dem Terrorismus aussteigen können.

Konsequenz: vielleicht sollte die Politik die Hartz-IV-Sätze lieber erhöhen, damit in diesem Land niemand zum Terroristen wird..