Ich habe alle Spiele 2:1 getippt, die Ergebnisse verteilen sich in genau diesem Verhältnis. Sechs Tendenzen stehen drei Nieten gegenüber. Das ist ein schöner Zufall und ein gutes Ergebnis.
Am 11. März wird in Frankfurt ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Der hessische Rundfunk leistet sich von unseren Gebühren eine Sonderseite zu diesem politischen Ereignis im Internet. Auf dieser Seite kann man auch virtuell seine Stimme abgeben, wen man denn wählen würde.
Ich befürchte, der aktuelle Zwischenstand dieser Stimmungsabfrage hat mit dem Endergebnis nicht viel zu tun.
Die PARTEI ist eigentlich immer eine gute Wahl.
Wahrscheinlich wurde diese Abstimmung durch Nicht-Hessen verfälscht.
Nachdem ich zuletzt von unserem Erfolg geschwärmt habe, präsentiere ich heute meine etwas wilde Partie. Ab dem 25. Zug stand ich zeitlich arg unter Druck, so dass mir die Partie entglitt. In der Zeitnotphase hatte ich dann das Glück, dass mein Gegner bessere Fortsetzungen (37. .. Dc7 oder 40. .. Dc3) übersah und stattdessen in eine Kombination lief, die ich in größter Zeitnot gesehen hatte.
Die Überschrift gilt natürlich nicht nur für diese Partie, sondern auch für mich allgemein. Durch die Übernahme einer Leitungsfunktion finde ich momentan etwas weniger Zeit, diese Seiten regelmäßig zu befüllen. Ich hoffe, dass sich diese Not nach einiger Eingewöhnungszeit wieder legt.
Die gute Nachricht: am Sonntag konnten wir die Tabellenführung übernehmen. Ein souveräner 6-2-Sieg gegen Bönen bedeutet die alleinige Tabellenführung und gute Aufstiegschancen. Meine eigene Partie war wechselhaft: nach der Eröffnung nahm ich das Heft in die Hand, schnürte meinen Gegner ein und alles sah nach einer klaren Sache aus. Doch ich geriet wie immer in Zeitnot und fand die richtige Fortsetzung nicht. Stattdessen glitt die Partie mir aus den Händen, ein Bauernverlust war die Folge. Und dann kam mein Gegner auch in Zeitnot, übersah eine Gewinnfortsetzung und übersah dann eine herrliche taktische Wendung, die mir eine Qualität sicherte. Mit diesem Materialvorsprung konnte ich nach der Zeitnotphase meine Partie erfolgreich beenden.
Die schlechte Nachricht: am 21. Januar wollte ich eigentlich nach Essen zum Wrestling fahren. Am Samstag kam die Karte an, gestern wurde die Veranstaltung auf Grund mangelhafter Vorverkäufe abgesagt. So ein Mist..
Heute Nachmittag findet die vorentscheidende 6. Runde der Bezirksliga des Schachbezirks Hamm statt. Es kommt in Bönen zum Spitzenspiel des SV Bönen gegen den SK Werne. Beide Mannschaften sind verlustpunktfrei, lediglich die etwas bessere Ausbeute an Brettpunkte läßt die Bönener vor uns in der Tabelle liegen. Es wird also spannend am heutigen Nachmittag.
Die bisherige Saison war für die Mannschaft – natürlich – sehr gut, auch wenn man sich nicht blenden lassen sollten. Von den fünf Gegnern waren vier Abstiegskandidaten und somit Pflichtübungen. Meine Bilanz ist mit 3,5 Punkten aus 5 Partien durchschnittlich.
Aber wagen wir mal einen kleinen Rückblick.
Zum Saisonauftakt waren wir beim Aufsteiger aus Werl zu Gast, der uns relativ wenige Probleme machte. Zwar mussten wir wegen kurzfristiger Erkrankung einen Punkt abgeben, in den restlichen Partien leistete Werl erschreckend wenig Gegenwehr. Lediglich mein Gegner hatte Normalform und so endete die Partie folgerichtig remis, auch wenn ich vielleicht etwas angenehmer stand. 6,5-1,5 war der verdiente Endstand zu unseren Gunsten.
In der zweiten Runde hatten wir wieder ein Auswärtsspiel, diesmal gegen die zweite Bönener Mannschaft. Während unser heutiger Gegner stark besetzt ist, wird es für das Reserveteam sehr eng. An den unteren Brettern kamen Nachwuchstalente zum Einsatz, was mein Glück war. Etwas forsch konnte ich einen Bauern gewinnen, um im Gegenzug dank eigener Passivität unter Druck zu geraten. Der Unerfahrenheit meines Gegners ist es zu verdanken, dass er diesen Druck schnell auflöste und in ein für mich klar besseres Endspiel abwickelte, was ich erfolgreich zum Sieg führen konnte. Ein weiteres 6,5-1,5 stand am Ende zu Buche.
Beim ersten Heimspiel der Saison gab es gleich die erste Hürde. Mit dem SV Unna kam ein weiterer Aufstiegsaspirant nach Werne. Ein hart umkämpfter Nachmittag endete mit einem 5-3-Sieg, wobei alle Partien einen Sieger fanden. Leider gehörte ich nicht zu den Siegern. Meine etwas harmlose Spielanlage verschlechterte sich in gegenseitiger Zeitnot, so dass ich am Ende die Waffen strecken musste.
In der vierten Runde durften wir nach Ahlen, einem weiteren Abstiegskandidaten. Anfangs lief alles gut, unsere Bretter 5, 7 und 8 gewannen schnell, es sah alles nach dem erwarteten Sieg aus. Doch plötzlich mussten unsere ersten drei Bretter trotz nomineller Überlegenheit die Waffen strecken, es stand 3-3. Doch diesmal hatte ich einen guten Tag erwischt, mir entscheidenden strategischen Vorteil erarbeitet und nach einer taktischen Abwicklung konnte ich die Gratulation meines Gegners entgegen nehmen. 4,5-3,5 war das Ergebnis, knapp an der Blamage vorbei.
Die letzte Runde in 2011 fand wieder daheim statt, gegen die Schachfreunde aus Kamen lief alles glatt. Beim ungefährdeten 6,5-1,5-Sieg steuerte ich wieder einen souveränen Sieg bei. Mein Gegner nutzte seine Bedenkzeit kaum, während ich wie immer diese voll ausschöpfte. Als mein Gegner mir gratulierte, hatte ich 117 Minuten meiner 120-minütigen Bedenkzeit verbraucht, er gerade einmal 33 Minuten. Entsprechend sah der Partieverlauf aus.
Nun bleibt zu hoffen, dass wir heute gegen Bönen einen ähnlich guten Tag erwischen wie in der letzten Saison. Damals konnten wir in Bönen 6,5-1,5 gewinnen, was einer Deklassierung gleich kam. So einfach wird es heute sicher nicht, aber ich hoffe doch, dass wir heute Abend als Tabellenführer grüßen können.
Zu meinem Gewinnspiel vom Montag habe ich heute den Gewinner ermittelt. Die Auslosung habe ich der Transparenz wegen gleich mal ins Internet gestellt. Schließlich schreibe ich Transparenz im Gegensatz zu unserem Staatsoberhaupt groß.
Für weitere Transparenzfragen: Stift und Zettel habe ich von meiner Frau bekommen, die Würfel entstammen dem Spiel “Monster & Mythen” und das Video habe ich mit meinem Mobilfunkgerät aufgenommen.
Okay, was jetzt kommt, ist nicht ganz hohe Mathematik, aber es ist schon etwas trickreicher und in seiner Konsequenz sogar verwirrend.
Praktiker (“20% auf alles. Außer Tiernahrung.”) wirbt in diesen Tagen mit der Streichung der Mehrwertsteuer.
Die Werbung
Jetzt mag man zu Recht einwerfen, dass der deutsche Staat wohl kaum auf sein Geld verzichten wird, deshalb wird die Aktion genauer erläutert.
19% Nachlass
Rechnen wir mal folgendes durch: eine Ware hat einen Nettowert von 100 Euro. Nun fallen 19% = 19 Euro Mehrwertsteuer an, die üblicherweise aufgeschlagen werden, was bedeutet, dass der Verkaufspreis 119 Euro ist.
Würde man die erste Werbebotschaft wörtlich nehmen, würde man erwarten, dass der 119 Euro teure Artikel nun 19 Euro weniger kosten würde, sprich 100 Euro.
Nimmt man aber die Erklärung im Kleingedruckten hinzu, werden 19% von 119 Euro vom Gesamtpreis abgezogen, was 22,61 Euro sind. Das bedeutet, der Endpreis wären nicht die erwarteten 100 Euro, sondern lediglich 96,61 Euro. Und genau diese Rechnung kann man auf der Webseite des Unternehmens nachvollziehen.
Fazit: Praktiker erläßt MEHR als die Mehrwertsteuer des Ursprungspreis und läßt diesen Mehrwert unter den Tisch fallen. Das ist geradezu verwunderlich.
Ist das wichtig? Nein. Aber es zeigt uns einmal mehr, wie ungenau mit Zahlen umgegangen wird.